Stress wird im Kinderwunsch oft unterschätzt. Dabei kann dauerhaft erhöhtes Cortisol direkt in den Hormonhaushalt eingreifen und den Eisprung beeinflussen.
Cortisol ist ein Stresshormon, das der Körper bei Belastung ausschüttet. Kurzfristig ist das sinnvoll. Chronisch erhöhte Werte können jedoch die Hormonachse verändern.
Wie Cortisol den Zyklus beeinflusst
Cortisol wirkt auf die Hypothalamus-Hypophysen-Achse. Diese steuert:
- LH
- FSH
- Eisprung
- Zyklus
Ist Cortisol dauerhaft erhöht, kann der LH-Puls gestört werden. Der Eisprung bleibt aus oder verschiebt sich. Auch Schlaf beeinflusst Cortisol und Eisprung.
Auswirkungen auf Männer
Stress wirkt auch auf die männliche Fruchtbarkeit. Chronisch erhöhtes Cortisol kann:
- Testosteron senken
- Spermienqualität reduzieren
- Libido beeinflussen
Typische Stressfaktoren im Alltag
- Schlafmangel
- hoher Sportstress
- Kaloriendefizit
- mentale Belastung
- Arbeitsstress
Diese Faktoren können die Hormonbalance verändern.
Fazit
Cortisol ist ein wichtiger, aber oft unterschätzter Faktor im Kinderwunsch. Chronischer Stress kann den Eisprung stören und die Fruchtbarkeit beeinflussen. Maßnahmen zur Stressreduktion können daher eine wichtige Rolle spielen.